Solidarische Gemeinde Aitrach


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Solidarische Gemeinde Aitrach – Ein starkes WIR für Aitrach!

Worum geht es bei diesem Projekt? Was bedeutet die Solidarische Gemeinde in der Praxis?

Eine Zielsetzung des Projekts ist es, dass Menschen in Aitrach gut älter werden können, wenn möglich in den eigenen vier Wänden. Nicht jeder hat dafür aber die gleichen Voraussetzungen. Viele ältere Menschen sind gut in die Gemeinschaft vor Ort eingebunden und können am Leben vor Ort teil haben. Doch es gibt auch einige, die entsprechende Angebote nicht wahrnehmen können oder keinen Ansprechpartner dafür haben.

Deshalb brauchen wir eine solidarische Gemeinschaft, die sich sowohl um sich selbst als auch um andere kümmert. Nur gemeinsam ist es zukünftig möglich, den Herausforderungen des demographischen Wandels zu begegnen.

Wie bereits berichtet, gibt es nun mit Rosmarie Sturm und Michaela Lendrates eine Koordinierungsstelle, die eine Anlaufstelle für diese Themen ist und den Aufbau Solidarischer Gemeinde-Strukturen unterstützt.

Ist die Solidarische Gemeinde nur für SeniorInnen gedacht?

Nein! Solidarität geht nur gemeinsam und betrifft alle Altersgruppen. Langfristig möchte die Solidarische Gemeinde die Entwicklung einer generationenübergreifenden Sorgekultur stärken: Alle BürgerInnen sollen so lange es möglich ist für sich selbst sorgen können, doch das gelingt nur durch Solidarität zwischen Jung und Alt und durch die Unterstützung einer Bürgergemeinschaft, in der jeder die Verantwortung für sich aber auch für andere übernimmt.

Wie kann ich mich derzeit einbringen?

Um zu erfahren, welche Erfahrungen und Bedürfnisse Menschen ab 65 Jahren in Aitrach haben, findet in nächster Zeit eine Interview-Befragung von BürgerInnen statt. Daraus werden Themen abgeleitet, die den AitracherInnen besonders wichtig sind. Denn es geht darum, hier in Aitrach unsere Zukunft zu gestalten an den Punkten, die für die BürgerInnen wichtig sind.

Flyer Solidarische Gemeinde Aitrach

Flyer Solidarische Gemeinde.pdf (5,8 MiB)

Aitracher Bürgergespräche im Rahmen der Solidarischen Gemeinde - Machen Sie mit!

Förderprogramm


Gut zusammenleben, generationenübergreifend für einander da sein, gut älter werden – das möchte die Gemeinde Aitrach mit der „Solidarischen Gemeinde“ in Zukunft unterstützen. Alle Bürger:innen sind herzlich eingeladen, sich dazu bei den anstehenden Bürgergesprächen einzubringen.

Die Bürgergespräche folgen auf die bisher umgesetzten Aktionen, über die hier verschiedentlich berichtet wurde. In den bisherigen Gesprächen zur Situation in Aitrach waren sich alle einig: Es gibt bereits vieles, das in Aitrach gut funktioniert, aber auch einiges, bei dem man dringend anpacken muss, um für die Zukunft gemeinsam gerüstet zu sein.

Eine gute Chance, um gemeinsam anzupacken und zu gestalten. Ganz nach dem Motto: „Ein starkes WIR für Aitrach“ braucht es Lösungen „aus dem Ort für den Ort“.

Großer Bürgergesprächs-Auftakt mit Präsentation der Ergebnisse

Startschuss für die Bürgergespräche Aitrach ist die Auftaktveranstaltung am 29. Juni um 19:00 Uhr in der Mehrzweckhalle, zu der alle Bürger:innen herzlich eingeladen sind. Viele Aitracher Hände machen mit, dass es ein toller Abend wird. So wird Carla Mayer die Moderation des Abends übernehmen, die Tanzschule hat eine Einlage vorbereitet. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Die Besucher dürfen sich auf die Crostini-Bar von Helga Aumann freuen.

Außerdem ist es gelungen, Johannes Warth für den Auftakt zu engagieren, der uns, in seiner humorigen Art einen Einblick in die Welt des Miteinanders gibt. Einen Einblick können Sie sich bereits unter https://www.youtube.com/hansreprise über ihn und sein Auftreten verschaffen.

Daneben werden die Besucher über die Ergebnisse der Befragungen, der Schlüsselpersonen-Interviews und der Einschätzung der Akteure informiert. Sieben große Themenbereiche haben sich durch die Auswertungen bereits abgezeichnet, unter anderem die Themen „Begegnung“, „Mobilität“ und „Soziale Angebote für den Alltag“, zu denen nach dem Auftakt drei weitere Bürgergespräche umgesetzt werden.  

Bürgergesprächs-Abende in Aitrach, Mooshausen und Treherz

Nach dem Auftakt wird es an den drei weiteren Terminen (siehe Kasten) darum gehen, mit allen interessierten Bürger:innen konkret zu den Themen ins Gespräch zu kommen und auch weitere Themen, die sich ergeben, aufzunehmen. Die Termine sind zwar auf verschiedene Orte verteilt, aber es sind immer alle Bürger eingeladen, egal wo sie in der Gesamtgemeinde wohnen! Alle Bürger:innen sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen, mit zu diskutieren, Ideen zu spinnen und mitzugestalten.

Ihre Meinung zählt! Haben Sie Ideen, Interessen oder Herzensangelegenheiten, die Sie für ein gemeinschaftliches Zusammenleben an Ihrem Wohnort einbringen möchten? Sind Sie auf der Suche nach einem sinnvollen Engagement im Ort für den Ort?

Kommen Sie zu einem der Bürgergespräche und diskutieren Sie mit! Aitrach wird zur Solidarischen Gemeinde – durch Sie und mit Ihnen!

Damit jede/r die Möglichkeit hat, teilzunehmen, wird zu allen Veranstaltungen ein Fahrdienst angeboten. Anmeldung erfolgt über die Koordinierungsstelle Solidarische Gemeinde (s.u.).

Bürgergesprächs-Auftakt 29. Juni, 19:00 Uhr
Aitrach, Mehrzweckhalle
Bürgergespräch 7. Juli, 18-21 Uhr
Themen: Begegnung, Wohnen, Entlastung Angehöriger
Aitrach, Mehrzweckhalle
Bürgergespräch 12. Juli, 18-21 Uhr
Themen: Mobilität, Gesundheitsförderung
Mooshausen, Altes Schulgebäude
Bürgergespräch 18. Juli, 18-21 Uhr
Themen: Soziale Angebote für den Alltag, Grundversorgung
Treherz, Dorfgemeinschaftshaus


Aitrach ist Teil des Projektes Solidarische Gemeinden der Caritas Bodensee-Oberschwaben in Kooperation mit dem katholischen Dekanat Allgäu-Oberschwaben und dem Landkreis Ravensburg. Die Umsetzung der Bürgergespräche Aitrach wird aus Landesmitteln über das Förderprogramm „Nachbarschaftsgespräche“ gefördert, dass durch die Allianz für Beteiligung durchgeführt wird.

Kontakt zur Koordinierungsstelle Solidarische Gemeinde Aitrach:
Gemeinde Aitrach
Rosmarie Sturm, Michaela Lendrates
07565 9800-17
lendrates.m@caritas-bodensee-oberschwaben.de


Befragung zum Projekt "Solidarische Gemeinde Aitrach" auf den Weg gebracht

“Wohlfühlen zwischen Aitrach und Iller”: Dieser Text steht im Emblem-Logo der Illertalgemeinde Aitrach. Ob das auch die älteren Bewohner und Bewohnerinnen der 2.800 Seelengemeinde so empfinden, wird nun bei dem Projekt “Solidarische Gemeinde Aitrach” im Rahmen einer Seniorenbefragung vertieft. Initiiert, realisiert und begleitet wird dieses Vorhaben von der Caritas Bodensee-Oberschwaben, dem Katholischen Dekanat Allgäu- Oberschwaben, dem Landkreis Ravensburg und der Gemeinde Aitrach.

Befragt werden insgesamt 30 freiwillige und durch Zufallsauswahl ausgesuchte Personen der Altersgruppe 65+ in Aitrach sowie in den Teilorten Mooshausen und Treherz. Die Interviews hierzu werden mittels eines umfangreichen Fragebogens vonvierzehn ausgewählten Männern und Frauen in einem Zeitraum von Anfang März bis zum 13. April durchgeführt. Die Interviewer repräsentieren eine “bunte Mischung” von Frauen und Männern der Gemeinde aus der Mitte der Gesellschaft, die sich bereits in einigen Institutionen wie Vereinen sowie Kommunalpolitisch usw. engagieren. Einige von ihnen engagieren sich noch zusätzlich in einer 15-köpfigen Steuerungsgruppe, die den gesamten Prozess begleitet und unterstützt.

Zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch sowie dem Procedere rund um die Befragung luden kürzlich Anja Hornbacher und Michaela Lendrates (Caritas) und Rosmarie Sturm (Gemeinde Aitrach) die vierzehn Befrager ins Aitracher Rathaus ein. Dabei erläuterte Anja Hornbacher die Ziele des Befragung-Projektes, bei dem man durch die Umfrage einen Einblick in den Alltag der älteren Menschen in Aitrach und den Teilorten gewinnen möchte und auf Grund der Ergebnisse Themen ableiten, die dann in Bürgergesprächen weiterentwickelt werden. Dabei geht es um die Entwicklung einer sorgenden Gemeinschaft, so dass sich die gesamte Bürgerschaft in Aitrach gut aufgehoben fühlt. Den Leitfaden zur Befragung erläuterten Rosmarie Sturm und Michaela Lendrates, die Ansprechpartnerinnen der Aitracher Koordinierungsstelle. Wichtig zum Datenschutz: Die Gewährung von totaler Anonymität, sowie eine Verschwiegenheitserklärung und eine Einverständniserklärung.

Ihre eigenen Vorstellungen zu den geplanten Interviews konnten die künftigen Interviewer und Interviewerinnen auf farbigen Kärtchen niederschreiben, die dann gesammelt auf einem Flipchart angebracht wurden und einige wichtige Anregungen zur Gesprächsatmosphäre und guten Befragungsergebnissen enthielten. Unter anderem folgende Anregungen: Vertrauen schaffen, gut zuhören, Interesse zeigen, freundliche Fragen, die Gesprächspartner ernst nehmen und flexibel sein. Ganz wichtig, keine Suggestivfragen und immer die Neutralität wahren. Im Hinblick auf die demografische Entwicklung in der Gemeinde appellierte Bürgermeister Thomas Kellenberger an eine gemeinsame Aufgabe: ”Wir müssen ein Bewusstsein zur Solidarität innerhalb der Gesellschaft schaffen.”

Text/Bilder: Olaf Schulze

Bürgermeister Kellenberger bei der Begrüßung
Bürgermeister Kellenberger bei der Begrüßung
Das Team der Solidarischen Gemeinde Aitrach
Das Team der Solidarischen Gemeinde Aitrach: v.l. Rosmarie Sturm u. Michaela Lendrates (Koodinierungsstelle Aitrach) und Anja Hornbacher (Fachstelle Solidarische Gemeinden der Caritas Bodensee-Oberschwaben)

Solidarische Gemeinde Aitrach – Ein starkes WIR für Aitrach!

Ihre Sicht in Bezug auf das Älter werden in Aitrach ist gefragt und Sie haben Freude an einem persönlichen Gespräch dazu? Melden Sie sich bei uns für eine Interview-Befragung!

Sie sind:

  • 65 Jahre oder älter
  • In Aitrach oder einem Teilort wohnhaft

Sie möchten:

  • Ihre Erfahrungen, aktuellen Bedürfnisse und/oder Sorgen mit uns teilen, indem mit Ihnen in einem persönlichen Gespräch ein Fragebogen ausgefüllt wird

Sie haben:

  • Vielleicht auch Wünsche und Anregungen, wie das Leben für SeniorInnen in Aitrach noch besser gestaltet werden kann (kein Muss!)
  • Etwa anderthalb Stunden Zeit für ein persönliches Gespräch mit einem ehrenamtlichen Bürger

Die Auswertung der Fragebögen erfolgt selbstverständlich anonym. Die Ergebnisse werden beim Aufbau von seniorengerechten Strukturen in Aitrach einbezogen. Für weitere Fragen stehen Ihnen die beiden Koordinatorinnen gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihre Unterstützung für ein gutes Älterwerden in Aitrach!



Steuerungsgruppe
Hornbacher, Gabriele Merk, Waltraud Menig, Maria Rock, Rosmarie Sturm, Petra Honikel, Carla Mayer, Thomas Kellenberger, Michaela Lendrates, Margit Kirschner, Rudolf Buchmann, Uwe Kirschner, Slavica Tillich, Margot Koch (Nicht auf dem Bild: Helga Aumann)

Erste Sitzung der Steuerungsgruppe zur Solidarischen Gemeinde

Älter sein und gut älter werden im eigenen Ort – dazu braucht es  unterschiedliche Rahmenbedingungen. Im Projekt Solidarische Gemeinde wird ein Prozess angestoßen, bei dem der Frage nachgegangen wird, welche Lebensbedingungen, Voraussetzungen und Strukturen dafür geschaffen, verändert oder gestärkt werden müssen. Es sollen Strukturen entwickelt werden, die im Vor- und Umfeld  von Pflege- und Hilfebedürftigkeit ansetzen, generationsübergreifende Solidarität stiften und ein verantwortungsvolles Miteinander gestalten.

Ein Auftakt für den Entwicklungsprozess Solidarische Gemeinde Aitrach setzte vergangene Woche die konstituierende Sitzung der Steuerungsgruppe. Engagierte mit unterschiedlichen Erfahrungen, beruflichen Expertisen und persönlicher Motivation sind von den Projektpartnern eingeladen worden, um den Entwicklungsprozess zu begleiten. Sie konnten bei dieser Gelegenheit auch die  Koordinatorinnen für das Projekt in Aitrach (Rosmarie Sturm und Michaela Lendrates) und  die Fachstelle Solidarische Gemeinden (Anja Hornbacher) der Caritas Bodensee-Oberschwaben näher kennen lernen.  Darüber hinaus wurde der Projektablauf skizziert, ein Gefühl für die Ausgangssituation sowie die Entwicklungspotentiale gewonnen und sich gemeinsam auf den Weg gemacht, um in kleineren Arbeitsgruppen die nächsten Schritte vorzubereiten. Beispielsweise soll durch eine Interview-Befragung von Älteren und Schlüsselpersonen in gemeinsamen Gesprächen die aktuelle Situation in Aitrach erfasst und die Veränderungspotentiale ermittelt werden. Die Vorbereitungen hierfür werden mit der Arbeitsgruppe in den Blick genommen.   

Es war ein lebendiger Abend, an dem sich die Teilnehmer motiviert eingebracht haben und interessiert sind, den Prozess mitzugestalten und das Thema vor Ort in die Bürgerschaft und in die bestehenden Strukturen, zu denen sie Zugänge haben, einzubringen. Das ist wichtig, denn der Prozess lebt davon, dass sich Bürger und Akteure in Aitrach mit ihren Themen beteiligen.  Gerne berichten wir an dieser Stelle regelmäßig über weitere Entwicklungen, nächste Schritte und anstehende Veranstaltungen. Das Logo der Solidarischen Gemeinde wird auf die Berichterstattung hinweisen.

Die Koordinatorinnen Rosmarie Sturm und Michaela Lendrates freuen sich auf den gemeinsamen Prozess und stehen gerne für Fragen rund um das Projekt bereit.


Rosmarie Sturm und Michaela Lendrates
Rosmarie Sturm (li), Gemeinde Aitrach, und Michaela Lendrates (re), Caritas Bodensee-Oberschwaben

Koordinationsstelle im Projekt Solidarische Gemeinde besetzt

Das Projekt Solidarische Gemeinde wird in verschiedenen Kommunen im Landkreis Ravensburg umgesetzt. Auch in Aitrach soll der Frage nachgegangen werden, wie Bürgerinnen und Bürger an ihrem Lebensort gut alt werden und alt sein können. Es wird daher ein Prozess angestoßen, um gemeinsam gute Lebensbedingungen und Voraussetzungen dafür zu schaffen. Was beschäftigt die Bürgerschaft zu diesem Thema? Wie möchten sie das alt werden gestalten? Welche Angebote werden benötigt? In welchen Bereichen werden Entwicklungsmöglichkeiten gesehen? Für diese und weitere Fragestellungen sollen gezielt Gelegenheiten geschaffen werden, um miteinander darüber zu diskutieren, zu überlegen und zu entwickeln. Es geht darum Strukturen und Angebote im Vorfeld und im Umfeld von Pflege zu stärken und zu schaffen, generationsübergreifende Solidarität zu nutzen und gemeinsam ein verantwortungsvolles Miteinander zu gestalten.

Rosmarie Sturm, Gemeinde Aitrach, und Michaela Lendrates, Caritas Bodensee-Oberschwaben, sind in diesem Projekt die Ansprechpersonen vor Ort und stellen damit auch personell die Koordinationsstelle Solidarische Gemeinde Aitrach dar. Sie freuen sich auf den anstehenden Prozess und darauf mit Bürgerinnen und Bürgern über das Thema ins Gespräch zu kommen.